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Was macht das Weltwirtschaftsforum in Davos?

Einer der wichtigsten Termine des Jahres steht wieder bevor: das Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz. Vier Tage dauert die Veranstaltung. Es nehmen ca. 2500 Manager, Journalisten, Politiker, Künstler und Wissenschaftler aus der ganzen Welt teil. Der Sinn dahinter: Die Welt soll ein kleines bisschen besser werden.

Mehr als 200 Diskussionsrunden

Schweizer Flagge

Schweizer Flagge

Jährlich wird ein Programm mit mehr als 200 Diskussionsrunden zusammengestellt. Es geht jeweils um die Vergangenheit, die Zukunft, um Frauen in der Wirtschaft und Ähnliches. Jedoch stehen die Diskussionsrunden beim Weltwirtschaftsforum an zweiter Stelle. In erster Linie möchte man wichtige Kontakte knüpfen und lukrative Geschäfte machen.

Eine besondere Atmosphäre

Die Atmosphäre in Davos ist während der Veranstaltungstage etwas ganz Besonderes. Ungezwungen verbringen mehr als 2500 Manager aus rund 100 Ländern ein paar erholsame und auch Tage voller Partys und Empfänge miteinander.

Ein Wirtschaftstreffen der besonderen Art

Die vier Tage des Wirtschaftsforums in Davos dienen in erster Linie dazu, dass Hände geschüttelt werden und neue Geschäfte entstehen. Vergleichen kann man das Ganze mit einem Speeddating. Im 30-Minuten-Takt werden die Gesprächspartner gewechselt, nur so schafft man sinnvolle Geschäfte und Ziele in kurzer Zeit. Manager und auch Mittelständler nutzen die Chance um sich anzupreisen und neue Geschäftspartner an Land, zu ziehen.

Nicht jeder darf teilnehmen

Nicht jeder darf jedoch beim Weltwirtschaftsforum teilnehmen. Nur wer Mitglied des WEF ist, der darf nach Davos reisen. Über die Aufnahme entscheidet ein Gremium und auch die Zahlungsbereitschaft spielt eine erhebliche Rolle. Jedes größere Unternehmen kann Mitglied werden. Der Mindestumsatz spielt hierbei eine erhebliche Rolle. Dieser muss zwischen einer und fünf Milliarden Dollar pro Jahr liegen. Dies ist jedoch noch nicht alles. Pro Jahr müssen rund 40.000 Euro an das WEF gezahlt werden. Dafür gibt es nicht nur die viertägige Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums, auch regionale Events und Studien werden geboten.

Die wichtigsten Staats- und Regierungschefs dürfen nicht fehlen

Jährlich nehmen natürlich auch die wichtigsten Staats- und Regierungschefs am Weltwirtschaftsforum teil. Doch nur eine begrenzte Zahl ist zulässig und die Warteliste ist lang. Angela Merkel, Mario Monti, David Cameron sind nur einige wenige der bekannten Regierungspersönlichkeiten bei dieser Veranstaltung. Viele deutsche Unternehmen sind dabei ebenso vertreten. Darunter: Audi, Siemens, die Deutsche Post, Volkswagen und die Deutsche Bank.

Ausschluss der Öffentlichkeit

Die Öffentlichkeit erfährt meist nicht, was während der Tagung gesprochen wurde. Hin und wieder gibt es jedoch auch Ausnahmen, so wie im Jahr 1990. Damals wurde die Zukunft der DDR besprochen. So wird auch sicherlich dieses Jahr das ein oder andere wichtige Gespräch stattfinden.

Ein Thema mit besonderer Aktualität dürften die aktuellen Turbulenzen an den Devisenmärkten sein. Die Freigabe des Wechselkurses des Schweizer Franken zum Euro, die einige Tage vor Beginn des Wirtschaftsgipfels publiziert wurde, war in diesem Zusammenhang ein Höhepunkt. Der Euro verlor dadurch weiter an Wert, nachdem er bereits in den vergangenen Monaten in Relation zum US-Dollar immer weiter an Wert verloren hatte.